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Allgemeine Infos
Als Exoten gelten im Circus fast alle Tiere, ausgenommen Raubtiere, Pferde, Elefanten und Haustiere. In deutschen Unternehmen sind vor allem Kamele, Lamas, Zebras und exotische Rinder anzutreffen. Seltener sind Nashörner, Giraffen, Antilopen oder Flußpferde.

Das sagen die Leitlinien
1. Zebras haben einen ausgeprägten Bewegungsbedarf. Ständiger Bewegungsmangel kann deshalb zu psychischen Störungen und physischen Schäden führen. Als Herdentier, das in kleineren Familienverbänden zusammenlebt, besitzt das Zebra das Bedürfnis nach sozialen Kontakten zu Artgenossen. Zebras werden im Zirkus in Gruppen gehalten. Für Zebras müssen Einrichtungen vorhanden sein, die sicherstellen, dass die Stalltemperatur nicht unter 10° C abfällt. Das vorgeschriebene Außengehege für Zebras muss für bis zu 10 Tiere mindestens 250 m² groß sein.


Fliegenpilz Zebra


Voyages Kamele im Freigehege

2. Kamele, Lamas und Alpakas sind sozial lebende Tiere, wobei allerdings geschlechtsreife männliche Tiere untereinander unverträglich sind. Kamelstuten sind grundsätzlich in Gruppen zu halten, während für die Haltung von Kamelhengsten zeitweise Einzelhaltung vorgesehen werden kann. Dauernde Anbindehaltung von Kamelen ist abzulehnen. Alle Kamelartigen sind gegen Hitze und Kälte in weiten Bereichenunempfindlich. Außengehege sind vorgeschrieben.

3. Giraffen leben in den Savannen südlich der Sahara. Sie leben gesellig in kleinen Trupps oder in lockeren Herden. Männchen sind gewöhnlich Einzelgänger. Pro Tier ist ein Stall und ein Auslaufgehege vorgeschrieben. Die Unterkunft muss den Tieren aufrechtes Stehen mit Kopffreiheit ermöglichen. Giraffen sind nicht winterhart und gegen Nässe und Kälte empfindlich. Die Stalltemperatur muss über 15 °C betragen. Die Haltung mit Artgenossen ist nicht zwingend erforderlich, es kann zur Vergesellschaftung zum Beispiel mit Zebras kommen.


Voyages Giraffenbulle Bagira


Barums Nashornbulle Tsavo

4. Nashörner leben im natürlichen Lebensraum in der Regel in Gruppen adulter Kühe mit ihren Kälbern. Die Bullen leben außerhalb der Brunst solitär. Das vom Stall oder Transportwagen aus zugängliche Außengehege muss mindestens 125 m² aufweisen. Im Stall soll eine Mindesttemperatur von 18° C sichergestellt sein. Neben den täglichen Proben und Vorstellungen ist darauf zu achten, dass mit dem Nashorn so häufig wie möglich Spaziergänge mit einbezogenen Spielsequenzen erfolgen können. 30 min tägliche Beschäftigung mit dem Tier über die Arbeit hinaus sind notwendig.

Beispiele vorbildlicher Exotenhaltung
Bekannt für gute Exotenhaltung sind u.a. Krone, Barum, Knie, OENC und Fliegenpilz.
Obwohl sich mittlerweile schon einiges Fotomaterial angesammelt hat, freue ich mich weiter über Eure Hilfe.

Fotogalerie Voyage, Fotogalerie Fliegenpilz

Fotogalerie Krone, Fotogalerie Barum

Fotogalerie OENC


Krones Giraffenbulle Juma